Freilandhaltung


Autorin: Kim Rieger







Unter dem Begriff Freilandhaltung versteht man eine Art der Außenhaltung, in der die Kaninchen tagsüber im Garten frei laufen können und nur Nachts in eine Voliere eingesperrt werden, um sie vor nächtlichen Fressfeinden zu schützen. Für diese Art der Haltung sind nur gesunde Tiere geeignet, die nicht stark beeinträchtigt sind, da diese sich besser vor Fressfeinden schützen können. Hierbei empfiehlt es sich größere Rassen zu halten, da diese nochmal weniger Gefahren ausgesetzt sind, als kleine Kaninchen. Jedoch können auch kleine Kaninchen in einer solchen Haltung leben, benötigen jedoch einen noch engeren Schutz. Diese Art der Haltung bedarf viel Konsequenz seitens des Tierhalters. Dieser sollte seine Kaninchen hierbei besonders genau im Auge behalten, um bei den geringsten Krankheitsanzeichen sofortig reagieren zu können, damit die Tiere keinem großen Risiko ausgesetzt sind. Auch müssen die Kaninchen zuverlässig abends in ihr Gehege gesperrt werden, was mit sich zieht, dass der Halter abends zu Hause sein muss.

Auch muss das Grundstück, auf dem die Kaninchen laufen, immer gut gepflegt sein. Giftpflanzen sollten entfernt, tiefere Tunnel der Kaninchen zugeschüttet und der Zaun regelmäßig kontrolliert werden. Auch muss das Grundstück entsprechend eingerichtet werden. Der Zaun sollte hoch genug sein, nach unten hin sollte ebenfalls mit Draht oder Beton gesichert werden. Zudem müssen Versteck- und Unterschlupfmöglichkeiten immer zugänglich sein und in Reichweite. Freie Flächen bieten eine große Gefahr, wegen Fressfeinden von oben.

Zudem sollte immer die Möglichkeit bestehen eine Freilandhaltung abzubrechen und auf eine besser gesicherte Art der Haltung umzusteigen, da dies bei Krankheitsfällen oft nötig ist. Abends sollten die Kaninchen in der sicheren Voliere untergebracht werden. Dies kann stressfrei nur dann passieren, wenn die Kaninchen darauf trainiert werden, abends rein zu gehen. Wichtig ist hierbei die Regelmäßigkeit. Nur Kaninchen die täglich raus kommen, gehen freiwillig auch wieder rein. Auch das Ritual ist zu beachten. Kaninchen gewöhnen sich an bestimmte Zeiten und Geräusche und können damit etwas Positives verbinden. Wenn du immer um 18 Uhr raus gehst, mit der Zunge schnalzt und die Kaninchen bekommen drinnen Sämereien (alles Beispiele), dann verknüpfen die Kaninchen das schnalzen der Zunge mit Sämereien und dieses alles mit der Uhrzeit 18 Uhr. Irgendwann gehen die Kaninchen dann freiwillig um 18 Uhr ins Gehege, da sie auf das Schnalzen und die damit verbundene positive Bestärkung warten. Dieses sollte dann auch folgen!

Wichtig zu betonen ist bei dieser Art der Haltung: Ein Restrisiko ist immer vorhanden! Man muss hier zwischen Sicherheit und Freiheit abwägen, sich seine eigenen Gedanken dazu machen und dann entscheiden, ob man eine solche Art der Haltung, mit dem damit verbundenen Risiko, eingehen möchte.

Freilandhaltung von Kaninchen - Bericht vom Haustieranzeiger



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