Kastration bei männlichen Kaninchen


Autorin: Inga







Egal, um welches männliche Kaninchen es sind handelt: Eine Kastration ist in jedem Fall unumgänglich!

Ein kastriertes Männchen…

  • ...kann keinen Nachwuchs mehr zeugen, was sehr wichtig ist, denn es gibt schon viel zu viele ungewollte Kaninchen.

  • ...hat ein viel ausgeglicheneres Verhalten, da er kein Männlichkeitshormon (Testosteron) mehr produziert, verträgt sich also viel besser mit Artgenossen und hat auch ein besseres Verhalten gegenüber dem Menschen.

  • ...lässt sich leichter zur Sauberkeit erziehen.

  • ...spritzt weniger oder gar kein Urin und markiert weniger.

  • ...lebt in der Regel gesünder und länger.


  • Ein nicht kastriertes Männchen wird ständig von seinen Hormonen und dem unerfüllten Zeugungstrieb gequält. Auch entwickeln sie nicht selten Verhaltensstörungen, wie zum Beispiel Dauerrammeln oder Aggressionen, was zu Spannungen in der Kaninchengruppe führt. Die Kastration sollte von einem erfahrenen Tierarzt durchgeführt werden. Die Kosten für eine Kastration sind von Tierarzt zu Tierarzt verschieden, liegen aber in der Regel zwischen 40 und 60 Euro. Die Vorbereitungen für eine Kastration sind nicht sehr aufwendig. Das Kaninchen sollte am Tag der Kastration wie gewohnt fressen. Sollte dein Tierarzt dir raten, deinem Kaninchen am Tag der Kastration nichts zu fressen zu geben, solltest du ihn wechseln. Kaninchen dürfen niemals nüchtern sein, denn dies belastet ihr empfindliches Verdauungssystem. Am Besten gibst du deinem Kaninchen am Tag der Kastration eher leichte Kost wie Heu, Apfel, Karotte, Fenchel usw. Die Operation verläuft unter Vollnarkose. Bei der Kastration werden die Hoden durch einen Schnitt in die Bauchdecke von den Samenleitern getrennt und entfernt. Die Kastration männlicher Kaninchen ist ungefährlicher und weniger risikoreich als bei weiblichen Kaninchen. Nach der Kastration sollte das Gehege in den ersten drei bis vier Tagen mit Handtüchern ausgelegt sein und nicht mit Streu, Stroh usw., denn es kann der Wunde schaden. Männchen, die älter als 12 Wochen sind, müssen nach der Kastration unbedingt erst 6 Wochen in Quarantäne und dürfen noch nicht zurück zu den Artgenossen, denn in dieser Zeit ist das Männchen noch zeugungsfähig. Die Wunde sollte zunächst einmal jeden Tag kontrolliert werden.

    Die Frühkastration:
    Bei einer Frühkastration wird ein Männchen kastriert, bevor er zeugungsfähig ist und muss somit keine Quarantänezeit einhalten und kann direkt wieder zurück zu seinen Artgenossen, was es für ihn leichter und stressfreier macht. Zudem wird die Kastration im jungen Alter wesentlich besser vertragen. Das ideale Alter für eine Frühkastration liegt zwischen 8 und 12 Wochen. Leider gibt es das Angebot der Frühkastration noch nicht in jeder Tierarztpraxis, informiere dich also vorab.

    Sollte dir nach der Kastration irgendetwas Ungewöhnliches, z. B. ein merkwürdiges Verhalten an deinem Kaninchen auffallen, scheue dich nicht, lieber noch einmal zur Sicherheit den Tierarzt zu besuchen. Manchmal reicht ein Anruf in der Tierarztpraxis aber auch schon aus.

    Erfahrungsbericht (Kastration) von Kim Rieger

    Erfahrungsbericht (Frühkastration) von Kim Rieger



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